Naja, "ohne Rücksicht" klingt schon etwa hart...
Schließlich fragt LiveConfig ja eingangs nach, ob es die Verwaltung der jeweiligen Konfigurationsdateien übernehmen darf/soll.
Aber im Grunde stimmt das: LiveConfig überschreibt Konfigurationsdateien meistens (Ausnahmen bestätigen die Regel... s.u.). Der Grund dafür ist, dass ein Parsen der ggf. vom Benutzer manuell hinzugefügten Einstellungen sowie eine Prüfung auf Verträglichkeit mit von LiveConfig vorzunehmenden Einstellungen in den meisten Fällen unverhältnismäßig kompliziert ist.
Wichtig ist aber:LiveConfig aktualisiert prinzpiell keine Konfigurationsdatei selbständig - auch nicht bei einem Upgrade. Tut der Benutzer nichts, dann bleibt im o.g. Fall auch nach einem Upgrade die "alte" (manuell bearbeitete) Konfigurationsdatei aktiv. Erst wenn man in der Serververwaltung etwas an einer Dienstkonfiguration ändert, wird diese neu geschrieben.
Und da sind wir schon beim zweiten wichtigen Punkt: für die meisten Konfigurationsdateien gibt es inzwischen Sperr-Mechanismen, mit denen ein Überschreiben durch LiveConfig verhindert werden kann. Im Handbuch werden diese nun schrittweise erfasst (z.B. für Postfix).
Viele Grüße
-Klaus Keppler