gSales Alternative, da Preise enorm steigen. evtl. auch mit API für LC?

  • Ich wüsste da nichts fertiges. Wir haben so ein fast identisches System bereits vor 11 Jahren individuell programmieren lassen um unabhängig von solchen Anbietern zu sein. Es hat zwar ordentlich was gekostet, aber das war das beste was wir je machen konnten. Rechnungswesen, Mahnwesen, Gutschriften, Domain-, DNS- und Serververwaltung und ein Loginbereich für den Endkunden sowie vieles mehr sind drin.
    Vorteil: wir hosten alles selbst und wir sind komplett unabhängig von solchen Anbietern, deren Funktion doch sehr eingeschränkt sind und welche die Preise vordiktieren. gSales war damals um 2009/10 eher eine Bastelsoftware voller Fehlfunktionen.

  • Guten Morgen,


    ich finde das sevdesk bisher die beste Figur macht, bei 24 Monate Laufzeit ca. 18 Euro im Monat und dazu 12 Monate for Free.


    hat damit jemand Erfahrungen gemacht?


    Eine eigene Lösung wollte ich schon vor 10 Jahren in Angriff nehmen, aber mein Kollege ist dazu nicht bereit und alleine ist mir dazu viel Investition. Drum hängt man dann solchen Firmen auf, die plötzlich die Preise um 100% erhöhen und das mit einem Update der PHP Version begründen. Ich mag keine Firmenphilosophie, die so was für normal hält, dazu in über 10 Jahren es nicht mal geschafft hat, wirkliche Erneuerung einzubauen, nur das nötigste vom nötigsten wurde gemacht.

    Da jetzt noch 100% mehr Geld zu verlangen, ist für mich einfach nur dreist und unverschämt.

    Lg
    Andreas

  • Wir nutzen eine Mischung aus Lexoffice für die Buchhaltung und hostbill als Shopping System und jede Menge selbstgebauter Middleware. Aber wirklich der Knaller ist das System nicht. Eigentlich war gSales eine tolle Sache und mit Version 2 auch echt brauchbar, aber irgendwie hat es sich dann doch nicht bei uns durchgesetzt.


    Software kostet halt Geld, vor allem wenn es in Deutschland entwickelt wurde und auch noch sauber mit Steuer und Co. funktionieren soll.
    Das sollte man immer bedenken. Und 20 € pro Monat in der Selbsthosting Variante... Daran soll es nicht scheitern oder?

  • Für Lexoffice hätten wir uns gestern beide entschieden, wenn ich nicht kurz vor Bestellabschluss gemerkt hätte, dass es Bauernfängerei ist.


    Da wird mit einem 50% Rabatt alle Tarife beworben und am Ende des Bestellschrittes, wenn man "Kostenpflichtig Bestellen" soll. Sieht man oben aufgeführt, dass der Rabatt nur für 3 Monate ist, also nutzlos.


    Normal müsste ich die Selfhosted Variante von gSales3 nehmen, aber da es die letzten 10 Jahre keine Veränderungen gab und ich jetzt eh alles ändern muss, weil die Serienvorlagen sich nicht ändern lassen, dass ist ja auch schon seit 10 Jahren auf den Tisch, aber wurde nie berücksichtigt.

    Evtl. gSales3 als Kauf Version, die wurde zwar auch direkt um 100% erhöht, aber da ist es zumindest ein Schrecken mit Ende, als bisher die Cloud Lösung.


    Lg

    Andreas

  • Wir setzen Lexoffice für die Buchhaltung und ein eigenes an g*Sales1-angelehntes System für die tatsächliche Abrechnung ein (die finalen Rechnungen werden in LexOffice als Eingangsbeleg und nicht als "Rechnung" erfasst).


    Die 50% Rabatt für drei bzw 12 Monate sind sicherlich nicht schön, aber besser als nichts. Für 25€/Monat baue ich mir keine solche Lösung, die auch noch GoBD-konform abgenommen ist. Selbst die 900€ für g*Sales sind hinnehmbar. Für den Preis baut mir kein Entwickler g*Sales nach.


    Der Haken an Lexoffice: es hat zwar eine schöne API, es fehlen aber dann doch immer wieder Funktionen. So kann es nur einen Mehrwertsteuer-Satz pro Rechnung abbilden - und das g*Sales-System der Warteschlange gibt's ebenfalls nicht (nie wieder ohne). Wer also Kunden hat, die regelmäßig "dazubuchen", hat mit der Serienrechnung aus LexOffice massiv "Spaß".

  • Man muss auch mal bedenken, dass selbst bei einer Preissteigerung der Abrechnungsoftware der Mehrwert durch gesparte Personalkosten / Mannstunden dennoch mehr als gerechtfertigt ist. Gsales hat immerhin auch in V2 eine durchaus sehr effiziente API. Dh man "kann" den Fakturierungs-Aufwand mit Automatisierung für die essentielle Rechnungslegung, durchaus auf "(eigenes) Bestellsystem -> Serienvorlange via API anlegen , Manuell im Gsales auf Abrechnen klicken > Warteschlange > Rechnungen erstellen " auf 1x im Monat mit Zeitaufwand 30min reduzieren. Nahezu unabhängig, wie viele Kunden man abrechnet.


    Natürlich ist es schön Summe X widerkehrend zu sparen, wenn ich aber den Zeitaufwand für Implementierung & wiederkehrenden Workflow gegenrechne, finde ich eine Preisanpassung durchaus gerechtfertigt und angemessen.

  • sicherlich sind 50% besser als nichts, aber ich finde es auch schon übel nicht darauf hinzuweisen, sondern erst am Ende des Bestellschrittes. Ich rechne eh in Jahren und da sind 3 Monate natürlich keine Ersparnis, die mich wirklich interessiert.


    Bezüglich der V2 von gSales hast du Recht, sofern man die Version gekauft hat. Die Miete hatte sich früher mal gelohnt, mittlerweile sind die Preise so hoch und nun noch mal 100%. Schließlich hatte man erst im 9.2022 eine moderate Preiserhöhung gehabt und nun im 9.2023 wurde man erneut über eine extreme Preisanpassung aufmerksam gemacht.


    Wenn ich an die Rundmail vom 4.9.2022 denke:

    Dann die aktuelle:

    Quote

    um unseren Quellcode fit für die Zukunft und kompatibel zur neuen PHP Version zu machen waren umfangreiche Entwicklungsarbeiten und Anstrengungen notwendig.

    Also halten wir fest, am 9.2022 wurde die Preiserhöhung mit gestiegenen Kosten "Haben wir alle" und "gSales3, welches PHP 8 Ready ist". Nun wo es vor der Tür steht, soll man zum Release 100% draufzahlen.


    Ich mag gSales und der Support ist auch in Ordnung. Jedoch ist hier das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht und ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren erneut die Preise angezogen werden und somit bin ich eher bereit, dass gSales zu kaufen oder woanders hin zu gehen.

    Aber Fair finde ich die Preisanpassung in keinem Fall.


    Lg

    Andreas

  • Wir arbeiten mit collmex. Collmex hat csv-Import- und Exportfunktionen, diese nutze ich dann über eigene kleine shell- oder php-scripte. Was ich an Collmex wirklich mag, ist die altmodische Oberfläche, die aber eben auch verdammt schnell ist. Das ganze hat aber seinen Preis. Vorher hatte ich Quickbooks (alles manuell gepflegt) und als das auf Grund der vielen Belege zu klein wurde, wollte ich auf Lexoffice umsteigen. Ist bei mir im test aber durchgefallen. Unübersichtlich, buggy, langsam. eigentlich totaler Schrott (just my 2 cents)

  • Wir arbeiten seit 2 Jahren mit LexOffice, auch für die Lohnabrechnung, und ich möchte nicht mehr zurück. Wir haben vorher Webfakt genutzt. Wir sparen im Vergleich zur vorherigen Buchhaltung und Lohnabrechnung über den Steuerberater viele tausend Euro im Jahr. Der Steuerberater macht nur noch den Jahresabschluss und kontrolliert digital direkt in LexOffice auf Zuruf. Alleine mir als GF spart LexOffice sehr viele Stunden im Monat.


    Für unsere Agentur- und Hosting-Abrechnung und -Automatisierung haben wir uns allerdings vor ca. 2 Jahren ein Verwaltungstool auf Laravel-Basis gebaut, dass die Funktionen, die LexOffice nicht hat, bietet (u.a. die Abrechnungswarteschlange, Domains und Hostingpakete registrieren/anlegen/kündigen etc. und einiges mehr) und am Ende nur die Rechnungen in LexOffice über die API erzeugt. Kundendaten verwalten wir primär in unserem Tool. Das klappt wirklich astrein, ist aber über den modularen Aufbau bzw. entsprechender "Wrapper" per se nicht an unser Setup (LiveConfig + InternetX) gebunden. Sobald LC3 mit der REST-API am Start ist wird das nochmal überarbeitet und ggf. wird daraus dann ein Produkt. Bei Interesse aber gerne auch jetzt schon melden.


    Viele Grüße

    Sebastian

  • Ich gehe den neuen Preis auch nicht mit, v.a. da meine Wunsch-Fixes nicht umgesetzt wurden (u.a. wäre es ja toll, wenn die Passwörter nicht als MD5 gespeichert würden). Beim Kundenfrontend-Passwort, nicht mal als Salted Hash. 2FA? Nein...OK, bleiben nur Firewall und entsprechende Mod-Security Regeln.


    Ich wäre ja bereit gewesen, für die Software zu zahlen, aber beim "Ist"-Stand über Jahre bleiben ist Rückschritt. Oder werden z.B. die Passwörter jetzt sicherer in der DB abgelegt?


    Bei mir gingen die g*Sales Rechnungen schon lange per API zu Lexoffice. Nun generiert Lexoffice die Rechnungen und sie gehen von dort ins Kundenfrontend.


    Lexoffice erhöht zwar auch regelmäßig die Preise um ein paar Prozent, aber man bekommt beim Support ordentliche lösungsorientierte Antworten - und nicht nur pampige Mails. Der Leistungsumfang bei Lexoffice stimmt einfach, vor allem, da man alle Arten von Belegen verbuchen kann und nicht "nur" Rechnungen schreiben.


    Und hey, ab nächstem Jahr is Lexoffice sogar im größten Paket günstiger als gSales

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